Der Sozialdienst Germering e.V. wurde 1967 mit den Schwerpunkten "Angebote für die Junge Familie", "Familienhilfe" und "Angebote für Senioren" gegründet. Er verfolgt mit seinen Aktivitäten ausschließlich gemeinnützige Zwecke. In unserer Satzung heißt es: "Zweck des Vereins ist es, für die Stadt Germering eine Einrichtung zu unterhalten, die allen Bürgern im sozialen Bereich Hilfe gewährt". Ziel ist es, den Menschen in schwierigen Lebenssituationen zu helfen und zwar bei geringer Bürokratie, so kostengünstig wie möglich. Aus dieser Intention heraus entstanden im Laufe der Zeit über 40 verschiedene Tätigkeitsbereiche. Die Aufgaben werden von etwa 380 ehrenamtlichen, freiwilligen, geringfügig- und festangestellten Mitarbeitern bewältigt.
Allein im Jahr 2008 haben die Mitarbeiter des Sozialdienstes insgesamt rund 90.000 Einsatzstunden geleistet. Die wichtigsten strategischen Ziele des Vereins liegen seit Beginn und auch künftig darin, freiwillige und ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu gewinnen. Dabei war und ist uns ebenso wichtig, unsere Aktiven zu beraten und zu begleiten, wie auch professionelle Kräfte zur steten Überprüfung und Verbesserung der Qualität einzusetzen. Der Einsatz des Sozialdienstes wird von den Germeringer Bürgerinnen und Bürgern geschätzt. Über 2700 von ihnen unterstützen unsere Arbeit durch ihre Mitgliedschaft.
In Anerkennung der Leistungen ist dem Sozialdienst 1974 vom damaligen Bayerischen Arbeitsminister Max Pirkl der Titel "Erster Modell- Sozialdienst Bayerns" verliehen worden. Kurz darauf folgten der Konrad- Adenauer-Preis und 1980 die Verleihung der Theodor- Heuss-Medaille. Seit seinem Bestehen sind beim Sozialdienst immer wieder innovative und modellhafte Projekte, die sich an den Bedürfnissen der Bürgerinnen und Bürger orientierten, entworfen oder übernommen und schließlich realisiert worden.
Die Palette reicht vom Tagesmüttermodell, das 1975 vom Deutschen Jugendinstitut übernommen wurde und heute als Tageseltern-Service für den gesamten Landkreis etabliert ist, bis zum innovativen Modell "Simba - Sicherheit im Alter, betreut zu Hause", das 2002 als Projekt des betreuten Wohnens zu Hause für ältere Menschen gestartet und vom bayerischen Sozialministerium gefördert wurde. Dieses Projekt wird über die Grenzen Bayerns hinaus anerkannt und ist heute aus der sozialen Infrastruktur der Großen Kreisstadt Germering nicht mehr weg zu denken.
Im Jahr 2007 schließlich gründete der Sozialdienst die Gruppe "Lichtblicke" zur Betreuung Demenzerkrankter. Diese wird inzwischen noch durch regelmäßige Treffen mit pflegenden Angehörigen ergänzt. Neueste Projekte sind in der Familienhilfe die "Familienpatenschaften" und "Opstapje - Schritt für Schritt", ein Programm zur Förderung der Entwicklungschancen von Kindern, die aus Familien mit belasteten Lebenssituationen kommen. Anfang 2009 hat der Sozialdienst die Trägerschaft für das "Betreute Wohnen am Aubinger Weg" übernommen.
Mitarbeiterinnen, Mitarbeiter und Vorstand des Sozialdienstes versuchen weiterhin, gesellschaftlich relevante Themen zu erspüren und aufzugreifen, um dann den Germeringer Bürgerinnen und Bürgern nach dem Motto "Mit Herz und Hand" die notwendigen Programme anbieten zu können.
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| Der Vorstand von links
nach rechts: Friedl Off (Beisitzerin), , Dr. Hans-Joachim
Lutz (1. Vorsitzender), Sonja Thiele
(Geschäftsführerin), Karin Sepp (Beisitzerin), Georg
Sedlmeier (2. Vorsitzender), Lilo Mazanec (Beisitzerin). Nicht im Bild: Gudrun Olbert (Schriftführerin) |